Cadmium

Cadmium ist ein silberweiß glänzendes weiches Material, dass sich gut verformen lässt und zählt zu den gefährlichen Stoffen in der Trinkwasseraufbereitung. Cadmium ist nicht wasserlöslich. Cadmium ist ein Nebenprodukt, das bei der Herstellung von Zink, Blei und Kupfer anfällt. Cadmium wird u.a. in Batterien, als Korrosionsschutz für Eisen als Stabilisator für PVC und als Regelstäbe in der Kerntechnik eingesetzt.

Oral aufgenommen löst Cadmium Erbrechen, Leberschädigungen und Krämpfe aus. Die Dämpfe gelten als reizend und verursachen Kopfschmerzen. Bekannt geworden ist Cadmium u.a. durch das Auftreten der Itai-Itai-Krankheit in Japan. Für Cadmium ist ein Arbeitsplatzgrenzwert von 0,05 mg/m3 vorgegeben.

Wasserrelevanz:
Cadmium gehört zu den giftigen Stoffen im Klärschlamm und wird bei der Ermittlung der Schadeinheiten nach dem Abwasserabgabengesetz berücksichtigt.

Der vorhandene Cadmiumgehalt im Industrieabwässer beispielsweise bei der Herstellung von Phosphorsäure und/oder Phosphatdüngemitteln aus Phosphatmineral könnte theoretisch dadurch erheblich reduziert werden, indem die cadmiumhaltigen Feststoffe aus dem Abwasser entfernt werden, falls eine Deponierung oder Wiederverwendung möglich ist, ohne dass dadurch die Gefahr für die Umwelt vergrößert wird. Aufgrund regionaler Gegebenheiten ist eine solche Trennung nicht immer möglich. 

Die maximale Konzentration von Cadmium im Klärschlamm, der auf landwirtschaftlich, forstwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzte Flächen aufgebracht werden darf, ist in der Klärschlamm-Verordnung festgelegt: Grenzwert 20 mg/kg TS.