Blei

Definition:
Blei ist ein weiches, grau-farbiges Schwermetall. Blei ist giftig, da es die Blutbildung hemmt und zu Nervenschäden führt. Bereits kleinste Mengen Blei können zu chronischen Symptomen wie Magenstörungen, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Nierenstörungen führen. Anzeichen für eine Langzeitaufnahme sind Müdigkeit, Kopfschmerz, Koliken, Anämie und Muskelschwäche.

Blei kann oral sowie über Inhalation oder Hautresorption in den Körper gelangen. Bleivergiftungen treten nur bei sehr hohen Dosen auf. Gefährlicher ist die kontinuierliche Aufnahme von kleinen Mengen, da es im Körper eingelagert und nur in sehr kleinen Mengen wieder ausschieden wird. Blei ist ein Umweltgift, da es sich hemmend auf die Chlorophyllsynthese von Pflanzen auswirkt und somit in die Nahrungskette gelangt.

Wasserrelevanz:
Organische Bleiderivate können krebserregend sein. Bleiverbindungen gehören zu den starken Umweltgiften, die z.B. aus Abschwemmungen von Straßen und Dächern ins Trinkwasser bzw. in die Kläranlagen gelangen.

Blei akkumuliert sich wie andere Schwermetalle in Klärschlämmen Sedimenten aber auch in Lebewesen und wird so zum Umweltrisiko. Überschreitungen des Grenzwertes von Blei in Trinkwasser können in Altbauten auftreten, in denen das Trinkwasser noch durch Bleirohre geleitet wird. Die Einleitung von Blei ist seit dem 01. 01. 1990 nach dem Abwassergesetz abgabepflichtig.
Bleisalze sind wassergefährdend so darf z.B. nach der Verordnung für Indirektleiter im Land Berlin Wasser mit mehr als 0,2 mg/l Gehalt an Blei bzw. einer Fracht von mehr als 8 g/Stunde nicht ins Abwasser gegeben werden. Die maximale Konzentration von Blei in Klärschlamm der auf landwirtschaftlich, forstwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzte Flächen aufgebracht werden darf ist in der Klärschlammverordnung festgelegt.

Blei wird im Trinkwasser bei Verwendung von Bleirohren und Bleiarmaturen nach längeren Standzeiten gefunden. Vor allem für Schwangere, Säuglinge und Kinder bis zu 6 Jahren ist Blei besonders gefährlich. Selbst bei nur geringfügig erhöhten Blutbleiwerten konnten bei Kindern Fehlfunktionen des Gehirns festgestellt werden, die sich in Hyperaktivität, Konzentrationsschwäche und einem IQ-Defizit äußern. 

Selbst wenn die aktuellen Grenzwerte eingehalten werden, kann es zu einer Überschreitung der duldbaren wöchentlichen Bleizufuhr kommen. Sollte im Altbau, vor 1960, eine Bleizuleitung oder eine Bleileitung im Haus sein, muss bevor das Wasser z.B. für die Babynahrung benutzt wird, die Standzeit in der Bleileitung durch z.B. Toilettenspülung und "Weglaufenlassen" des Wassers am Wasserhahn verhindert werden.
 
Trinkwasser enthält im Durchschnitt ganz wenig Blei. Grenzwerte für das Trinkwasser waren bis zum 31.12.2002 40 Mikrogramm und 25 Mikrogramm/l ab 1.1.2003 und 10 Mikrogramm/l ab 1.1.2013. Bleiwasserleitungen können zusammen mit weichem Wasser zu hohen Bleikonzentrationen im Blut führen. Bei harten Wasser kann sich eine Schicht aus basischen Bleikarbonat bilden, die Bleiablösungen in das Tinkwasser verhindern. 

Leogants Tipp:
Auch wenn die Grenzwerte für Blei im Trinkwasser eingehalten werden ist es ratsam die Aufnahme von Blei über das Trinkwasser auf 0 zu reduzieren. Unsere verwendeten Trinkwasserfilter wurden mit dem 10-fach zulässigen Bleiwert getestet und bieten auch bei hohen Bleikonzentrationen Sicherheit.