Kann der Filter Mikroplastik filtern?

Ja. Mikroplastik sind Kunststoffteilchen organischer Verbindungen. Chemisch betrachtet sind dies Polymere, also langkettige Kohlenwasserstoffverbindungen (C-H-Verbindungen). Die Partikelgröße liegt im Bereich von unter fünf Millimetern bis zu wenigen Mikrometern (1.000 µm = 1 mm).

Mikroplastik wird in der Kosmetikindustrie als Schleifmittel, Filmbildner oder Füllstoff, aber auch in flüssiger Form zum Beispiel als Bindemittel verwendet. Mikroplastik ist zu klein für unsere Kläranlagen und landet so in der Umwelt. Es zieht Umweltgifte an, wird von Meeresorganismen gefressen und ist nicht wieder aus der Umwelt zu entfernen.

Mikroplastik ist aber ein weiter Begriff. Keine der Literaturquellen definiert es bzgl. seiner Partikelgröße genau. Da aber davon auszugehen ist, dass Mikroplastik aufgrund seiner Herkunft und Entstehungsweise eindeutig ein (geometrisch messbarer) Partikel ist, gelten die von uns angegebenen Partikelrückhaltegrenzen unserer Patronen:

•    IFP Ultra: 0,02 µm
•    IFP Puro: 0,15 µm
•    GFP Premium: 0,4 µm
•    NFP Premium: 0,45 µm

Nach unseren Recherchen dürften die kleinsten, durch Abrieb entstehenden, Partikel aber im Bereich von Feinstsand (ca. 2 - 10 µm) liegen. Darunter fehlt die Partikelmasse, um sich durch gegenseitigen Abrieb weiter zu verkleinern.

Daher ist auch hier die Rückhaltung von Mikroplastik durch unsere Patronen sehr hoch im Verhältnis zur Partikelgröße. 

Anders ist es dagegen mit speziell hergestellten Nano-Partikeln (in Zahnpasta, Sonnencreme, ...).
Diese Partikel liegen in einem Bereich, der auch unterhalb der Partikelrückhaltegrenze der IFP Ultra (0,02 µm) liegt. Diese können auf Grund Ihrer geringen Partikelgröße nicht gefiltert werden.

Aktivkohle kann zwar durch die innere Oberfläche alle C-H-Verbindungen auch in Bereichen unterhalb der Partikelgröße von 0,02µm an ihrer Oberfläche sehr gut binden, jedoch nur, wenn diese gelöst molekular vorliegen. Daher können auch Hormone und Medikamentenrückstände sicher gefiltert werden. Nano-Partikel sind künstlich hergestellte Partikel, die zwar sehr klein sind, aber noch nicht so klein, dass die molekular vorliegen. Daher können Nanopartikel nicht mit Aktivkohle gefiltert werden.  

Daher bieten unsere Aktivkohleblock-Patronen eine sichere Rückhaltung von Mikroplastik bis zu einer Partikelgröße von 0,4µm und unsere Membran-Patronen bis zu einer Partikelgröße von 0,02µm. Unterhalb dieser Partikelgröße ist die Rückhaltung mit Aktivkohle unwahrscheinlich. Nanopartikel können nur mit einer Umkehrosmose-Anlage gefiltert werden.

Bevor Du Dir jedoch wegen Nanopartikeln im Trinkwasser zu große Sorgen machst und deshalb überlegst eine Umkehrosmose-Anlage zu kaufen ist es deutlich wichtiger erstmal seinen eigenen Lebensstil zu prüfen. Wo habe ich Kontakt mit Nanopartikeln? Im Wasser sind im Verhältnis zu dem Anteil an Nanoplastik in Sonnencremes, Bodylotions etc. maximal geringe Rückstände. Beim Gebrauch solcher Produkte ziehen deutlich mehr Nanopatrtikel über die Haut ein, als man mit dem Trinkwasser aufnehmen würde. Gerade in Großstädten ist die Belastung mit kleinsten Partikeln selbst über die Luft größer, als die potentielle Gefahr über das Leitungswasser.

Unser Ansatz ist und bleibt die naturnahe Wasseraufbereitung. Daher versuchen wir die radikale Filterung, wie mit einer Osmose-Membran zu vermeiden. Das Wasser wäre zwar von allen Nanopartikeln befreit hätte jedoch auch sonst Nichts mehr im Wasser und wäre aus ganzheitlich biologischer Sicht nicht mehr optimal geeignet Stoffwechselprozesse zu steuern und kann zudem schlecht energetisiert werden. 

Um die weitere Verschmutzung unseres Trinkwassers und der Meere vor Mikroplastik zu schützen bitten wir Dich keine Körperpflegeprodukte mehr zu kaufen, die als Inhaltsstoffe Polyethylen (PE) oder Polypropylen (PP) oder andere Kunststoffe enthalten. Kaufe nur ökologische Reiniger und Kosmetikartikel, so schützt Du die Umwelt und auch Deine Gesundheit, denn Nanopartikel ziehen besonders über die Haut ein, da kann ein Wasserfilter auch nicht mehr helfen, wenn Du Dir das Plastik auf die Haut schmierst.

Die häufigsten Kunststoffe in Kosmetika und ihre Abkürzungen:
Polyethylen (PE), 
Polypropylen (PP), 
Polyethylenterephthalat (PET), 
Nylon-12 (Nylon-12),
Nylon-6 (Nylon-6),
Polyurethan (PUR).
Ethylen-Vinylacetat-Copolymere (EVA),
Acrylates Copolymer (AC),
Acrylates Crosspolymer (ACS),
Polyquaternium-7 (P-7)


Weiterführender Artikel:
Der BUND-Einkaufsratgeber zu Mikroplastik